Neujahrsvorsätze: Viele Worte, wenig Taten

Die Bürger wollen im neuen Jahr vieles anders machen. Nur mit der Umsetzung hapert es.

Gut die Hälfte der Bundesbürger fasst regelmäßig gute Vorsätze für das kommende Jahr. So nahmen sich für dieses Jahr viele vor, ihr persönliches Stresslevel zu verringern, mehr in die eigene Gesundheit zu investieren, sparsamer und nachhaltiger zu konsumieren, aber auch mehr Zeit für andere zu haben.

Innerhalb der Bevölkerung waren es dabei vor allem die jungen Erwachsenen, die ihr Leben ändern wollten. Etwa dreimal so häufig hatten sie das Ziel, mehr Fokus auf die Karriere zu legen, etwas Neues zu lernen oder mit Altem abzuschließen ­– sei es endlich auszuziehen, eine Beziehung zu beenden oder den Job zu wechseln. Zudem wollten sie doppelt so oft ihre Zeit am Smartphone, PC oder vor dem Fernseher einschränken, seltener Zucker und Alkohol zu sich nehmen oder mehr Sport treiben.

Deutlich geringer waren dagegen die guten Vorsätze bei Ruheständlern und Jungsenioren, die mit ihrem Leben mehr oder weniger im Reinen sind und kaum Veränderungen wollen.

Unabhängig vom Alter stellt sich bei allen Neujahrsvorsätzen die Frage, welche hiervon tatsächlich auch umgesetzt werden. Und hier zeigt sich für die vergangenen zwölf Monate ein recht desillusionierendes Bild: Von den 20 häufigsten Vorsätzen wurden lediglich sechs von wenigsten der Mehrheit auch umgesetzt. Am ehesten schafften es die Bürger, weniger Fleisch zu essen, das eigene Müllaufkommen zu reduzieren, auszumisten oder mehr Fokus auf soziale Beziehungen und die Karriere zu legen.

Deutlich weniger erfolgreich waren die Vorsätze, gesünder zu leben, den eigenen Stresslevel zu verringern oder einen lang gehegten Traum zu verwirklichen. Und nicht einmal jeder Fünfte schaffte es, seinen eigenen Medienkonsum zu reduzieren. Gerade das Smartphone war und ist aus dem Alltag vieler nicht mehr wegzudenken und ein bewusster Konsum bedarf mehr als einen guten Vorsatz.