Aktuelle INSA-Studie

Wie viele Befragte kommen mit dem ihnen zur Verfügung stehenden Einkommen nicht aus?

Die Verunsicherung, ja Angst der Bürger nimmt zu.

Krieg in der Ukraine, Gaskrise, Stromkrise, steigende Zinsen, Inflation – die Lage ist verwirrend und ernst. Wie beurteilen die Bürger ihre persönliche finanzielle Lage?

Die relative Mehrheit von 48 Prozent der Befragten kommt mit dem ihnen zur Verfügung stehenden Einkommen aus, wobei männliche Befragte dies deutlich häufiger als weibliche Befragte angeben (54 zu 43 %). 36 Prozent der Befragten kommen hingegen momentan mit ihrem Einkommen nicht aus, wobei Frauen dies häufiger als Männer angeben (39 zu 33 %). Acht Prozent wissen hierauf keine Antwort und sieben Prozent machen keine Angabe dazu.

Einzig Befragte zwischen 30 und 39 Jahren sind in dieser Frage gespalten: Während 43 Prozent der 30- bis 39-Jährigen mit dem ihnen zur Verfügung stehenden Einkommen auskommen, tun dies 42 Prozent dieser Altersgruppe nicht. Bei allen anderen Altersklassen überwiegt jeweils der Anteil derer, welche mit ihrem Einkommen auskommen, wobei dieser Anteil mit zunehmendem Lebensalter von 43 Prozent bei den jüngsten bis auf 54 Prozent bei den ältesten Befragten ansteigt.

Grundsätzlich lässt sich feststellen, dass der Anteil derer, welche mit ihrem Einkommen momentan auskommen, mit steigendem formellen Bildungsgrad ansteigt: So geben lediglich 35 Prozent derer, welche einen Haupt- bzw. Volksschulabschluss haben an, dass sie momentan mit ihrem Einkommen auskommen, wohingegen dieser Anteil bei jenen Befragten mit einem Realschulabschluss auf 46 Prozent ansteigt und bei Befragten mit Abitur oder Fachhochschulreife sogar 56 Prozent beträgt. Entsprechend umgekehrt verhält sich der Bildungstrend bei denen, welche mit ihrem Einkommen momentan nicht auskommen: Über die Hälfte der Befragten (51 %) mit einem Haupt- bzw. Volksschulabschluss geben an, dass sie momentan nicht mit ihrem Einkommen auskommen, wohingegen dieser Anteil bei jenen mit einem Realschulabschluss nur 39 Prozent und bei jenen mit Abitur oder Fachhochschulreife nur 31 Prozent beträgt.

Erwartungsgemäß kann ein ähnlicher Trend bei der Betrachtung der Einkommensgruppen beobachtet werden: Mit steigendem Haushaltsnettoeinkommen steigt der Anteil derer, welche mit ihrem Einkommen momentan auskommen, von gerade einmal 21 Prozent bei jenen mit einem Haushaltsnettoeinkommen von unter 1.000 Euro auf 72 Prozent bei jenen mit einem Haushaltsnettoeinkommen von 4.000 Euro oder mehr an. Entsprechend umgekehrt verhält sich der Trend bei jenen, welche momentan mit ihrem Einkommen nicht auskommen: Während deutlich über die Hälfte (66 %) der Befragten in der untersten Einkommensgruppe momentan nicht mit ihrem zur Verfügung stehenden Einkommen auskommen, sinkt dieser Anteil mit steigender Einkommensgruppe auf gerade einmal 20 Prozent (ab 4.000 Euro).

Während erwerbstätige Befragte mit dem ihnen zur Verfügung stehenden Einkommen absolut-mehrheitlich auskommen (57 %), sind Befragte, die nicht erwerbstätig sind, in dieser Frage gespalten (41 zu 41 %).

Wähler der Linken (44 %) sowie der AfD (53 %) geben jeweils mehrheitlich an, dass sie momentan mit dem ihnen zur Verfügung stehenden Einkommen nicht auskommen. Alle anderen Wählergruppen geben hingegen jeweils absolut-mehrheitlich an, dass sie mit dem jeweils zur Verfügung stehenden Einkommen momentan auskommen, wobei dies Wähler der FDP deutlich häufiger angeben als Wähler der anderen Parteien (70 zu 56 – 60 %).

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